Mittwoch, 1. Juni 2016



Wenn es um die Wahl der Brennweite geht, haben Fotografen eine Vielzahl von Lieblingen, abhängig vor allem von Ihren Motiven, die sie ablichten. Einige Objektive sind beliebter als andere und einige Brennweiten werden als Branchenstandards angesehen; 24mm, 35mm, 50mm und 85mm Objektive sind alle sehr beliebte Festbrennweiten bei vielen Fotografen.

Anders sieht es bei dem 135mm Objektiv aus und das ist schade. Wir haben gute Gründe zusammengetragen, das Canon EF 135mm f/2L USM Objektiv auszuprobieren und dich von den Vorteilen dieser nicht ganz so standardmäßigen Brennweite überzeugen zu lassen.



Der Brennweitenbereich 
Dieses Objektiv empfiehlt sich mindestens genauso gut für Portraits wie eine 85mm Brennweite. 
Die zusätzliche Reichweite ermöglicht es dir, in einem komfortablen Abstand vom Model zu stehen. Es bietet genug Platz zwischen dir und deinem Model, um es nicht anschreien zu müssen, und so ist es eben viel weniger aufdringlich, dein Model hat genug Bewegungsspielraum, um zu Posen und sich frei und locker zu bewegen, ohne das Objektiv direkt vor der Nase zu haben. 

Festbrennweiten im Vergleich, von links nach rechts: Canon EF 50mm f/1.2 L USM, Canon EF 85mm f/1.2 L USM II, Canon EF135mm f/2 L
Die Blende  
Wie alle Festbrennweiten, ist ein 135mm ein sehr lichtstarkes Objektiv mit maximaler Blendenöffnung von f/2. Das bedeutet, dass das Objektiv selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen immer noch erstaunlich gute und scharfe Bilder mit Offenblende hinbekommt. Bei Portraitfotografen sowie Filmern ist diese Brennweite und die Blende von 2 sehr beliebt und geschätzt, da man selbst bei schwachem Licht noch viel davon einfangen kann.


Vielseitigkeit
Das erste Anwendungsgebiet, was einem bei diesem Objektiv in den Sinn kommt, ist Porträtfotografie. Es ist die häufigste Verwendung für dieses Objektiv, sowohl im Freien als auch für Studiofotografie. Doch auch für Objekt- oder Food-Fotografie eignet sich das 135mm f/2 L hervorragend, dank seiner super Bildschärfe und Farbwiedergabe:
Canon EOS 6D + Canon EF 135mm f/2 L - 1/5 Sek. f/10 ISO 500 © Isabelle Bommes
Aber es gibt so viel mehr Anwendungsbereiche für diese Brennweite. Für Sport- und Action-Aufnahmen ist dieses Objektiv mindestens ebenso gut geeignet und an einer APS-C Kamera angeschlossen hat man ein super Teleobjektiv.

Kompatibel mit Canon EF-Extender
Eine weitere tolle Eigenschaft dieses Objektivs ist, dass es mit einem Canon EF Extender kompatibel ist. Zur Veranschaulichung, wie sich das Objektiv bei Vollformat-Kameras und Kameras mit APS-C Sensoren verhält und was passiert, wenn man davor noch einen 2x-Extender anschließt, eine bebilderte Übersicht:

Canon EF 135mm f/2 L USM an Vollformat Kamera EOS 6D:
links ohne Extender, rechts mit 2x Extender

Canon EF 135mm f/2 L USM an APS-C Kamera EOS 70D:
 links ohne Extender, rechts mit 2x Extender


Das Bokeh 
Das Bokeh ist, wie bei den meisten 135mm Objektiven, wunderschön und butterweich. Gegenüber dem 85mm helfen hier die zusätzlichen Millimeter enorm, den Hintergrund schön vom Vordergrund abzusetzen. 

Größe und Gewicht
Im Gegensatz zu einem doch recht schweren und großen 70-200mm f/2.8,  ist ein 135mm viel kleiner und leichter. Es ist kompakter als ein Standard 24-70mm Zoomobjektiv und passt so leicht in jede Kameratasche. Für Straßenfotografie kann man diese Brennweite auch super einsetzen, um nötigen Abstand zum Motiv einzuhalten und unentdeckt fotografieren zu können, was mit einem Telezoom so nicht möglich wäre.

Kompakte Größe: Canon EF 70-200mm f/2.8 L IS USM II im Vergleich zum Canon EF 135mm f/2


Fazit
Wer eine lichtstarke Festbrennweite sucht die für unterschiedlichste Einsatzbereiche Anwendung findet, sollte dieses Objektiv von Canons professioneller L-Serie einmal selbst ausprobieren. 

In diesem Artikel erwähnte und benutzte Ausrüstung:


erstellt von Isabelle Bommes

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