Montag, 21. März 2016



Was gibt es zu beachten, wenn du ein Sportevent fotografieren möchtest? So einiges! Wir haben dir hier ein paar einfache Tipps und Tricks zusammengestellt, damit du mit einer guten Bildauswahl am Ende des Tages nach Hause gehen kannst.

1. Bereite dich vor und sei früh vor Ort!

Wichtig ist erst einmal, dass du deine Ausrüstung im Vorfeld schon aufbaust. Vergiss dein Stativ nicht, such dir einen guten Platz aus - wenn du genügend Zeit mitbringst, hast du auch im Vorfeld noch die Möglichkeit, verschiedene Standorte auszuprobieren und den idealen Platz für dich zu sichern. Auch das Einstellen deiner Kamera kannst du bereits vor dem Spiel vornehmen, (z.B. den Weißabgleich, kurze Verschlusszeit, Blende für deine Bilder schon einmal einstellen), damit du anfangen kannst zu fotografieren, sobald es losgeht. Kleinere Einstellungen kannst du dann schneller korrigieren, wenn nötig.

2. Wähle kurze Belichtungszeiten!

Bei der Sportfotografie gibt es einiges zu beachten wenn ihr scharfe Bilder bekommen wollt. Am wichtigsten ist die Belichtungszeit! Alles unter einer 1/500 Sekunde ist bei den meisten Sportarten nicht zu empfehlen, die Chance auf ungewollte Bewegungsunschärfe ist hier zu hoch.

Kurze Verschlusszeiten sollten also erst einmal die Regel sein in der Sportfotografie, um das Motiv, das sich meist sehr schnell bewegt, in der Bewegung"einfrieren" zu können.



Du kannst du die Verschlusszeit manuell oder über den Modus "TV" (Canon Kameras) oder "S" (Nikon Kameras) einstellen. Falls du die Zusammenhänge von Blende, Verschlusszeit und ISO besser versehen möchtest, kannst du dir dazu unseren Blogpost zum Belichtungsdreieck ansehen.

Bei schnellen Sportarten in der Halle ist zusätzlich eine hohe ISO-Einstellung notwendig, da nur begrenzt Licht vorhanden ist. Ihr solltet dabei den ISO-Wert auf mindestens 2000 einstellen können, darunter werden die Bilder meist zu dunkel.


3. Den richtigen Moment erwischen - so gelingt's!

Auch wenn du die Belichtungszeiten jetzt sehr kurz eingestellt hast, musst du noch die Auslöseverzögerung deiner Kamera beachten, vor allem bei sehr schnellen Sportarten wie beispielsweise Eishockey, Handball oder Turmspringen. Dabei stellst du deine Kamera am besten auf die Serienbildfunktion ein, damit du sichergehen kannst, den wichtigsten Moment auch wirklich festzuhalten!



Außerdem ist es ausnahmsweise einmal ratsam, nicht im RAW-Format, sondern beste JPG-Qualität zu fotografieren, deine Kamera ist hier einfach ein Stückchen schneller, außerdem werden die meisten Bilder im Nachhinein nicht verwendet, so bist du auch beim Sichten der Bilder wesentlich schneller.


4. Verwende eine lange Brennweite - Teleobjektive sind die erste Wahl bei Sportfotografie!

Um von größerer Entfernung vernünftige Aufnahmen zu bekommen, ist natürlich nicht nur die richtige Verschlusszeit entscheidend, sondern vor allem auch die Brennweite.

Emotion und Action - das sind die beiden wichtigsten Bestandteile eines guten Sportfotos. Um das in einem Foto einfangen zu könnnen, sollte man den Bildausschnitt möglichst so wählen, dass die Emotionen und die Bewegung im Bild rüberkommen. Da man bei den meisten Sportarten eine gewisse Entfernung zum Motiv einhalten muss, empfiehlt sich die Verwendung von langen Brennweiten.

5. Probier unterschiedliche Blickwinkel aus!

Wie viel kreative Freiheit du bei der Auswahl deines Blickwinkels hast, hängt natürlich ganz von dem Sport ab, den du fotografieren willst! Nicht immer ist es einfach, verschiedene Blickwinkel zu finden, aber versuch es einfach mal!



Geh runter oder hoch, auch ein Point-of-View vom Sportler an sich (siehe mittleres Bild) ist eine spannendere Perspektive als das x-te Bild von der Seite. Bei Sportevents im Stadion oder in der Halle kann sich ein Blick in die Fanrunde lohnen - hier können wahre Emotionen eingefangen werden!

Bei Marathons, Motor- bzw. Radrennen sind Kurven "the place to be": So hältst du die Tiefe und Aktion fest, ebenso wie die gespannte Kraft einer Gruppe, die hintereinander in der Kurve einfährt.





Unsere Ausrüstungs-Empfehlungen für Sport-Fotografie

Im folgenden haben wir für dich unsere Kamera- und Objektiv- Favoriten zusammengestellt, jeweils einmal für APS-C Senosor- und Vollformat-Kameras, für Nikon und Canon:


Nikon Starter-Paket (APS-C Sensor):

Kamera: Die Nikon D7100 kann bis zu 6 Bilder pro Sekunde einfangen, dank des professionellen AF-Systems mit 51 Fokusmessfeldern (davon 15 Kreuzsensoren) ist ein schnelles Fokussieren möglich. Außerdem bestitzt sie zwei SD-Karten-Fächer, sodass du genügend Speicherplatz zur Verfügung hast.

Objektiv: Nikon 70-200mm f/2.8G AF-S VR II bietet auch bei Kleinbild gute Lichtstärke und einen Zoombrereich von 105-300mm bei Crop-Format sowie schnellen, zuverlässigen Aufofokus. Der Bildstabilisator hilft dir dabei, auch bei großer Brennweite Aufnahmen ohne Stativ zu erstellen.


Nikon Profi-Paket (Vollformat-Sensor):

Kamera: Die Nikon D750 schafft 6,5 Bilder pro Sekunde und zeichnet sich durch eine enorm schnelle AF-Leistung und einen neigbaren Monitor aus.

Objektiv: Das Nikon 80-400mm f/4.5-5.6G ED VR überzeugt durch seine Kompaktheit, hervorragende Schärfe bis in den längsten Zoombereich und sehr schnellen Autofokus - also alles was man braucht um gelungene Sportaufnahmen zu machen. Außerdem sorgt der Bildsatibilator (VR) dafür, dass verwacklungsfreie Aufnahmen auch ohne Stativ gelingen.

2x Telekonverter: Optional kannst du die Brennweite noch verlängern, indem du den 2x-Telekonverter von Nikon anschließt. Beachte jedoch, dass bei der Verwendung vom 80-400mm f/4.5-5.6G ED VR der Autofokus dann jedoch nicht funktionieren wird. Hier gibt es eine Übersicht, mit welchen Objektiven der Konverter kompatibel ist.


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