Montag, 22. Februar 2016

Man kann mit jedem Objektiv jedes Motiv ablichten, aber meistens gibt es einfach praktische Gründe, eine bestimmte Brennweite einer anderen vorzuziehen. Wenn es um die richtige Brennweite geht, sollte man vorher wissen, was man ablichten möchte.

Wir stellen euch die gängigsten Objektive für die verschiedenen Bereiche der Fotografie vor, am besten kann man nämlich später selbst ausprobieren, welche Objektive man einsetzen möchte, wenn man mit diesen vertraut ist.

Landschaftsfotografie

Weitwinkel-Objektive sind die erste Wahl, wenn es um Landschaftsfotografie geht. Man möchte möglichst viel der Umgebung einfangen, jedoch sollte man darauf achten, dass die Ränder nicht zu sehr verzerren, weshalb man die Finger von zu niedrigen Brennweiten lassen sollte, wie dies bei Fisheye-Objektiven der Fall wäre (diese haben von uns einen gesonderten Blogpost erhalten, den ihr euch gerne hier anschauen könnt). Zwischen 10-35mm sind hier die gängisten Weitwinkel-Objektive.

Welches Objektiv eignet sich am besten für Landschaftsfotografie?! - Wir stellen euch unsere Favoriten vor

Unsere 4 wichtigsten Tipps für die Landschaftsfotografie - egal mit welchem Equipment du arbeitest: 

1. Benutz ein stabiles Stativ! 
Am besten kannst du außerdem den Spiegelvorauslöser einstellen, um das Risiko zu vermeiden, dass beim Fotografieren der Spiegel wackelt (vor allem bei längeren Belichtungen möchte man jegliche Vibration vermeiden). Um ganz auf Nummer sicher zu gehen und Verwackelungen komplett zu vermeiden, kannst du außerdem einen Fernauslöser oder den Selbstauslöser deiner Kamera benutzen.

2. Fotografiere im RAW-Modus (wenn möglich)!
Da der Dynamikumfang vor allem bei der Farbdarstellung von Landschaften wichtig ist, um alle Tonwerte einfangen zu können, empfiehlt sich auch die Aufnahme im RAW-Modus, es werden mehr Informationen gespeichert und die spätere Bearbeitung der Farbwerte um einiges einfacher.

3. Nutze ISO 100-200!
Stell deinen ISO-Wert möglichst niedrig ein um Rauschen zu vermeiden scharfe und klare Landschaftsbilder zu erhalten.

4. Mach die Blende nicht zu weit auf! 
Stell deine Blende mindestens auf f/16. Je kleiner die Blende (umso höher der f-Wert), umso größer ist die Schärfentiefe.


Die Auswahl des richtigen Weitinkel-Objektivs für deine Landschaftsfotografie richtet sich natürlich auch danach, ob du eine Vollformat-Kamera oder eine Kamera mit APS-C Sensor nutzt und ob du lieber mit einem Zoomobjektiv oder einer Festbrennweite arbeitest.

Wir haben für dich einmal unsere Favoriten von  Canon und Nikon, sowohl für Vollformat als auch APS-C Sensor aufgelistet.


Wir empfehlen für Canon Vollformat-Kameras:

Zoomobjektiv Canon EF 16-35mm f/2.8mm L USM II
Das leistungsstarke Superweitwinkel-Zoomobjektiv überzeugt durch exzellente Leistung. Die große, konstante Blendenöffnung von 1:2,8 über den gesamten Zoombereich ist ideal für die professionelle Fotografie, gerade auch bei schwachen Lichtverhältnissen in der Dämmerung oder Nacht.


Canon EF 16-35mm f/2.8 L II USM














Das EF 24mm f/1.4L II ermöglicht dank der hohen Lichtstärke von 1:1,4 auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen eine exzellente Abbildungsqualität. Ideal für attraktiven Unschärfeeffekt im Hintergrundbereich: die kreisrunde Blende und geringe Schärfentiefe bei Offenblende. Die universell einsetzbare 24 mm Brennweite sorgt für ausgewogene Weitwinkelaufnahmen und ist daher besonders für Landschaftsfotografen interessant.


Bei Landschaftsfotografie möchte man meist einen Panorama-Blick erhalten, weshalb sich Weitwinkel-Objektive am besten eignen.

Wir empfehlen für Nikon Vollformat-Kameras:

Zoomobjektiv Nikon 14-24mm f/2.8mm AF-S ED
Dieses Ultraweitwinkelobjektiv wird von vielen, als das beste Weitwinkelobjektiv gesehen, das jemals von irgendeinem Hersteller produziert wurde. Wenn Sie einen Vollformatsensor einsetzen und einen Weitwinkel benötigen, ist das Ihr Objektiv. Es ist messerscharf auch am Rand, verfügt über einen leisen und schnellen Autofokus, und weist jedes Akronym an Nikonbezeichnungen auf, unter anderem ED-Glas-Linsen gegen chromatische Aberrationen, AF-S Silent-Wave-Motor Scharfstellung, Nanokristallvergütung und es ist ein G-type Objektiv, hat also keinen Blendenring.















Festbrennweite Nikon 24 mm f/1.4G ED AF-S 
Dieses Objektiv ist ein Präzisionsglas mit einem natürlichen weiten Bildwinkel und enthält alle Komponente, die von Nikon für klare und verzerrungsfreie Bilder entwickelt wurden. Es sorgt für scharfe und dynamische Bilder  und chromatische wie auch andere Aberrationen werden auf ein Minimum reduzieren. Und das auch bei Offenblende von f/1.4! 
Auch für Landschaftsfotografen, die keine Vollformat-Kamera besitzen, gibt es sehr gute Ojektiv-Alternativen, die für Kameras mit APS-C Sensor gebaut sind.



Wir empfehlen für Kameras mit APS-C Sensor:


Zoomobjektiv Canon EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM 
Dieses kleine, leichte Zoom-Objektiv deckt den Ultraweitwinkelbereich komplett ab. Es bietet ausgezeichnete optische Eigenschaften und durchdachtes Design. Drei asphärische Linsen und eine Super-UD Linse gewährleisten eine hervorragende Bildqualität. Der schnelle Autofokus USM funktioniert schnell, leise und präzise. Schließlich können Sie durch die sehr geringe Naheinstellgrenze extrem nah an Ihr Objekt rankommen um den Größenunterschied zwischen dem Nahobjekt und dem Hintergrund beliebig zu verstärken.






Zoomobjektiv Nikon 12-24mm f/4G AF-S DX IF-ED
Die Hauptmerkmale sind der Weitwinkel Zoom, ED-Glas zur Minimierung chromatischer Aberrationen und Nikon's eingebauter SWM (Silent-Wave-Motor). Dieses Glas ist auf professionelle Fotografen und fortgeschrittene Amateure ausgerichtet, die nach Vorteilen hochwertiger optischer Leistung im Ultraweitwinkel-Fokusbereich streben. Das G-type Nikkor Objektiv wurde ohne Blendenring konstruiert, und bietet eine einfache, quasi fehlerfreie Funktionsweise, da die Blende nicht aufs Minimum gesetzt werden muss.

Zoomobjektiv Tokina 11-16mm f/2.8mm AT-X Pro DX II für Canon
bzw. Tokina 11-16mm f/2.8mm AT-X Pro DX II für Nikon
Dieses Objektiv kann man mit Sicherheit als eines der beliebtesten Weitwinkelobjektive, das nicht von Canon oder Nikon stammt, nennen. Es präsentiert eine exzellente Schärfe und liefert eine kontrastreiche Abbildung mit sehr guter Reduzierung von chromatischen Aberrationen. Die F/2.8 Blende kann sich unter geringen Lichtverhältnissen als sehr nützlich erweisen.













Fazit: Für die klassische Landschaftsfotografie gilt: Weitwinkel-Objektive sind die erste Wahl, um die Umgebung bis zum Rand darstellen zu können. 

Dabei ist es wichtig, sich zu fragen, welche Kriterien dein Lieblingsobjektiv erfüllen soll:
  • Brauche ich ein Objektiv für Vollformat- oder APS-C-Sensor? 
  • Will ich in der Dämmerung oder in der Nacht fotografieren? 
  • Bevorzuge ich eine Festbrennweite oder ein Zoomobjektiv? 
Welches ist dein Lieblingsobjektiv, wenn es um die Landschaftsfotografie geht?
Wir freuen uns auf deine Kommentare, Anmerkungen und Tipps!
Teil doch dein schönstes Landschaftsbild mit uns hier in den Kommentaren, wir freuen uns drauf (gerne auch mit Link zu deiner Seite)!



erstellt von Isabelle Bommes
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1 Kommentar:

  1. Hi, vielen Dank für diese aufschlussreiche Übersicht, besonders über die empfohlenen Eigenschaften von Objektiven zur Landschaftsfotografie. Im übrigen find eich es eine tolle Idee solch doch meist teuren Objektive mieten zu können, um auch einmal in den Genuß von Modellen zu kommen, die man sich ansonsten ohne Weiteres nicht einfach so leisten würde.

    Liebe Grüße
    Florian

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