Mittwoch, 15. April 2015

Erste Mal Fotostudio mit der Canon 5D MarkIII

                        Erste Erfahrung im Fotostudio

Einleitung

Dieser Blogeintrag soll sich ganz eindeutig an Anfänger richten und meine Erfahrung darstellen, die ich gemacht habe, als es hieß dass ich das erste Mal in einem Fotostudio Bilder machen sollte.
Die Chance billig ein Studio nutzen zu können kam recht kurzfristig. Sicher war nur, dass für eine Band neue Bilder gebraucht werden. Portraits, sowie Gruppenaufnahmen standen auf dem Plan. Ich hab mir vorher den Grundriss angeguckt, der zum Glück auf der Internetseite des Studios verzeichnet war. Somit wusste ich, dass alles über 50mm Brennweite (Vollformat-Sensor) schwer werden wird.

Meine Fotoausrüstung

Ich nahm die Canon 5D Mark III Kamera plus Canon 50mm f/1.2 L Objektiv mit. Im Nachhinein hätte ich noch gerne eines dabei gehabt, das noch etwas mehr in den Weitwinkel geht, aber das war leider etwas kurzfristig wie gesagt.

Wichtig, und gleichzeitig meine Angst, war die Zeit. Es sollten 4 Personen einzeln abgelichtet werden und zusätzlich Gruppenfotos entstehen und das ganze in 3 Stunden. Eigentlich ist in solchen Fällen Vorarbeit Pflicht. Auch sollte man sich vorher die Location unbedingt anschauen und sich mit der Technik vertraut machen. Letzteres war zum Glück weniger ein Problem. Vor Ort standen allerlei Blitze und Studioleuchten mit verschiedenen Wattzahlen. 200-400 Watt ist meist mehr als genügend im Innenraum und ich wusste, dass ich eine 2 Punktausleuchtung wollte. Zum Glück hatte ich in der Hinsicht viele Proben beim Filmedreh hinter mir, und im Internet gibt es dazu mehr als genug Tutorials.

Das Shooting im Studio

In der Zeit, als die erste Person fertig geschminkt und mit den richtigen Klamotten versehen wurde, nutzte ich die Gelegenheit und bat jemand anderen sich zur Probe vor dem Hintergrund zu stellen. Generell werdet ihr in einem Studio mehrere Farben als Hintergrund haben. Seid euch also vorher bewusst was ihr mit den Bildern anfangen wollt, ob ihr die Person vielleicht ausschneiden wollt und deswegen ein farblich zum Vordergrund entgegengesetzter Hintergrund besser ist.
Ich entschied mich für keinen monotonen Hintergrund, sondern einen mit Struktur. Das Problem war, dass dieser nicht wie im Normalfall auch 1-2 Meter am Boden entlangging, sondern nur bis an das untere Ende der Wand.
Somit waren halbtotale Einstellungen dahin, aber das war zum Glück generell nicht geplant.



Das Licht war schnell aufgestellt, ein 400 Watt-Leuchter kam von schräg rechts, ca. 30 Grad über der Augenhöhe der Person und einen 200 Watt-Blitz ließ ich über einen Abdunkler auf den Hintergrund fallen. Wenn das Licht erst mal steht sind es nur noch Kleinigkeiten, die von Person zu Person geändert werden müssen. Also wirklich nicht einfach drauf verlassen, dass das Licht bei jedem gleich aussieht. Gerade durch verschiedene Hauttöne kann das Ergebnis anders ausfallen. Wenn man in RAW fotografiert, kann man da im Nachhinein das meiste ausgleichen, aber trotzdem sollte man alles schon beim ,,Schießen,, bewerkstelligen, umso weniger muss man nachbearbeiten. Bei allem was reflektiert, muss man zusätzlich wahrscheinlich das Licht umstellen oder was natürlich günstiger ist, das Modell bitten sich anders zu positionieren.
Aber selbst wenn das Licht schon vorher steht, unterschätzt die Zeit nicht, obwohl alles denkbar gut lief, die 3 Stunden haben gerade so gepasst. Direkte Close Up's wollte ich auch noch anfertigen doch leider war es dafür dann doch zu knapp.

Fazit: Zum Abschluss kann man sagen dass, sofern man vorher weiß, was für Lichtsetzungen es für bestimmte Situationen gibt, man sich mit Brennweiten auskennt und generell weiß wie die Technik halbwegs funktioniert, man auf der sicheren Seite ist. Hier ein Vergleich zwischen dem Bild welches beim Shooting entstand und dem gleichen Bild nachbearbeitet.




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