Mittwoch, 22. April 2015

Für den Wochenend-Ausflug nach Dresden und Leipzig wurde das Equipment minimal gehalten, nur die Canon EOS 5D Mark III und ein Objektiv, das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM, kam mit.

Das hat zwei einfache Gründe: Es ist sehr platzsparend und da das Wetter auch nicht so sonnig werden sollte, wollte ich vermeiden, die Objektive womöglich im Nieselregen wechseln zu müssen. Denn mit Schnee, Hagel und Regen hat das Osterwochenende begonnen und sollte sich auch nicht wesentlich auflockern. 

Die Wetterbedingungen waren alles andere als sonnig
Einer der Vorteile des Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM ist, dass Front- und Hinterlinse zusätzlich mit einer Fluor-Beschichtung zum Schutz vor Staub und Schmutz versehen sind. Diese wasserabweisende Vergütung schützt die Frontlinse vor Wasserspritzern und Schmiereffekten.

Somit also der perfekte Begleiter für die Canon EOS 5D Mark III und einen Oster-Ausflug nach Sachsen. Dresden und Leipzig sind von der Größe her vergleichbar (beide zwischen 531.000 und 535.000 Einwohner) und liegen nur knapp 120 km auseinander, weshalb sich das verlängerte Osterwochenende perfekt für einen kleinen Ausflug in beide Städte anbot. Los ging es erst einmal von Berlin nach Dresden.

Erster Stopp: Altstadt-Erkundung in Dresden

Das wohl berühmteste Wahrzeichen von Dresden ist die Frauenkirche, deren Wiederaufbau 2005 fertig gestellt wurde, nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. 

Frauenkirche und angrenzende Häuser
Auch die Fassaden der umliegenden Häuser wurden aufwendig restauriert und neu gestaltet. Wenn man vor der Kirche steht, hat man manchmal das Gefühl, in einer "Spielzeugstadt" zu sein, weil alles rundherum neu, frisch gestrichen und sauber ist.

Schon bei den ersten Fotos, die man mit dem Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM macht, wird klar, warum es zu den professionellen Standard-Zoomobjektiven gehört: Die Abbildungsqualität ist einfach gestochen scharf und man hat eine konstant hohe maximale Lichtstärke von 1:2.8, die über den gesamten Zoombereich geht.

 
Aufwendig restaurierte Fassaden angrenzender Häuser vor der Frauenkirche

Bedeutende und beeindruckende Sehenswürdigkeiten gibt es an jeder Ecke

Unweit der Frauenkirche befindet sich der Fürstenzug, in der Augustusstraße, auf der Außenwand des Stallhofs des Residenzschlosses.  Das beeindruckende Kunstwerk ist komplett aus ca. 23.000 Fliesen Meißener Porzellan erstellt und stellt die Ahnengalerie von 35 Markgrafen, Herzögen, Kurfürsten und Königen des Fürstenhauses Wettin zwischen 1127 und 1904 dar. Der Fürstenzug ist ganze 102 Meter lang und gilt somit als größtes Porzellanbild der Welt.  Bei diesen vielen Details zeigt sich deutlich, dass die Schärfe des 24-70mm-Objektivs konstant von hoher Qualität über alle Bildbereiche geht: 

Detail vom Fürstenzug in Dresden, dem größten Porzellanbild der Welt. 
Nur ein paar Schritte weiter befindet sich die katholische Hofkirche.
Sie ist durch einen Übergang über die Chiaverigasse mit dem Residenzschloss verbunden.
Der Himmel bietet gerade an regnerischen Tagen einen tollen Kontrast zu helleren Gebäuden im Vordergrund, was man für seine Bildkompositionen sehr gezielt einsetzen kann. 
Katholische Hofkirche mit Übergang zum Residenzschloss und Blick auf den Hausmannsturm
Ein weiteres Highlight auf der Altstadt-Tour durch Dresden stellt natürlich der Zwinger dar. Der beeindruckende Gebäudekomplex mit Gartenanlage ist ein bedeutendes Bauwerk aus dem Barock. Geplant als Festareal für den Kurfürsten Friedrich August I. wurde ab 1709 der Garten, die Orangerie und die opulent verzierten Pavillons erbaut und mit Balustraden Figuren und Vasen verziert.
Humorvolle Kunstverzierung am Dresdener Zwinger
Fotodetails, besondere Formen und Lichtgebung verschiedener Objekte kommen auch gut in schwarz/weiß-Fotografien zur Geltung und können manchmal spannender sein als das Äquivalent in Farbe. Sie lenken den Blick auf das Wesentliche und geben der Komposition einen zeitlosen Touch, was sich bei diesem Motiv, einer Figur auf den Balkonen des Zwingers, sehr gut anwenden lässt.

Komplett anders, jung und kreativ: Die Neustadt von Dresden

Doch nicht nur die Altstadt in Dresden ist einen Besuch wert. In der Neustadt hat die jüngere Generation ganz klar das Ruder in der Hand. Wer nach alternativem Treiben sucht, ist hier definitiv gut aufgehoben. Straßenkunst findet man an (fast) jeder Ecke, gemütliche Kneipen und auch Kulturprogramm wie Theater und Konzerte finden hier regelmäßig statt.

Katy's Garage, Bar und Veranstaltungsort in der Dresdener Neustadt
Kunstliebhaber sollten auf jeden Fall einmal bei den Kunsthofpassagen vorbeischauen, dort gibt es schöne kleine Läden, die zum verweilen einladen, mit Kunst beladene Häuser und an jeder Ecke Kleinigkeiten zu entdecken. Am Karfreitag waren leider die kleinen Lädchen geschlossen, aber auch ein Schaufensterbummel und eine Tasse Tee waren den Besuch schon wert.

Fassadengestaltung in den Kunsthofpassagen

Ob Alt- oder Neustadt: Dresden bietet für jeden spannende Entdeckungsmöglichkeiten

Alt- und Neustadt könnten unterschiedlicher nicht sein. Wenn man sich auf der einen Elbseite befindet, hat man schon fast wieder vergessen, dass es auf der anderen Seite ganz konträr zugeht. In dieser Stadt ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei und für reichhaltiges Kulturangebot gesorgt. Die Neustadt ist ein komplett anderer Teil von Dresden, man hat fast das Gefühl sich in einer anderen Stadt zu befinden.

Weiter geht die Reise von Dresden nach Leipzig - aber nicht im Schneckentempo!

Und weiter geht's nach Leipzig!

Am Hauptbahnhof in Leipzig angekommen fällt direkt auf dem Weg in die Innenstadt eine riesige bunt bemalte Wand auf. Da diese einen Parkplatz direkt davor hat, ist es einfach, sie frontal zu fotografieren und die einzelnen Sprüche für mehr Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit einzufangen.

Riesige Wandbemalung unweit des HBF Leipzig

In Leipzig verschmelzen neue und alte Architektur in der Innenstadt 

Das sieht man z.B.  an der Universität Leipzig, die nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt liegt und mit ihrer Architektur gewollt an eine Kirche erinnert. Der Architekt Erick von Egeraat bezog sich bei seinen Entwürfen auf die Vorgängerbauten des 19. Jahrhunderts und interpretiert sie mit verschiedenen Materialien neu.

Vor allem auch bei Architekturaufnahmen zeigte sich, dass ich mit der Ausrüstung die richtige Wahl getroffen habe, aber auch für Innenaufnahmen ist es super geeignet dank der hohen Lichtstärke. Es ist die perfekte Ergänzung für jede EOS mit Vollformatsensor.

Die Leipziger Universität
Detailansicht der Universität Leipzig
Mitten in der Innenstadt, auf dem Marktplatz, herrschte am Ostersonntag buntes Treiben beim Mittelalter-Markt und auch der Osterhase war zu sehen. Allerdings nicht ganz so friedlich wie man es vielleicht vermuten würde. Mit Flinte bewaffnet macht er sich zum Gegenangriff bereit:

Der Osterhase nimmt Rache auf dem Mittelaltermarkt.
Die Naheinstellgrenze des Objektivs liegt bei 0,38 m und bei offener Blende ergibt sich ein schön weiches Bokeh.
Das Wetter war für einen Innenstadtbummel zwar nicht das gemütlichste, immer wieder fing es an zu regnen. Aber dafür hat der Himmel für tolle Architekturaufnahmen super mitgespielt, das Licht war schön gedämpft und gleichmäßig.

Hier zeigte sich auch, dass das neue optische System des 24-70mm f/2.8 USM II wirklich hält, was es verspricht: Es beinhaltet zwei Ultra-low Dispersion (UD)-Linsen und eine asphärische Super UD Linse. Das sorgt dafür, dass chromatische Aberrationen minimiert werden und gestochen scharfe, kontrastreiche Bilder mit hervorragender Farbwiedergabe entstehen. Vor allem farbenprächtige Gebäude, wie hier in der Innenstadt, machen dann besonders Spaß wenn der Regen kurz aufhört und ein Stückchen blauen Himmel freigibt:


Alte und neue Architektur findet man in der Leipziger Innenstadt!

Auch sonst hat Leipzig architektonisch viel zu bieten, die gesamte Innenstadt ist eine Mixtur aus alten Gebäuden mit modernen Zügen.

Ratskeller vor Neuem Rathaus

Moderne Architektur in einer beliebten Einkaufsgalerie in Leipzig

 Letzter Stop - Das Völkerschlachtdenkmal im Südosten von Leipzig

Bei den Fotos des letzten Ausflugsziels erkennt man vor allem den hohen Dynamikumfang, den die Ausrüstung bietet. Auch die Bedienung (Zoomring hatte einen angenehmen Widerstand, der Fokusring lies sich wunderbar weich und fließend einstellen) war so wie es für ein professionelles Gerät sein sollte. Auch der Ultraschallmotor ermöglicht die präzise, nahezu geräuschlose und unglaublich schnelle Scharfstellung.

Von der Innenstadt aus sind es einige Tram-Stationen bis zum beeindruckensden Wahrzeichen Leipzigs - dem Völkerschlachtdenkmal. Je näher man an dieses Gebäude herantritt, umso größer wirkt es.

 
Das Völkerschlachtdenkmal frontal betrachtet
 
Es liegt im Südosten von Leipzig, im Stadtteil Probstheida und wurde von dem Architekten Bruno Schmitz entworfen. Mit einer Höhe von 91 Metern ist es ein monströses Bauwerk, nach dem Aufstieg zum Panoramapunkt ergibt sich ein phänomenaler Blick auf Leipzig und Umgebung:

Panoramaaussicht über Leipzig vom Denkmal aus gesehen

Das Denkmal erinnert an die Völkerschlacht vor den Toren von Leipzig vom Oktober 1813. Die Schlacht galt bis zum Ersten Weltkrieg als die größte der Geschichte und führte im Rahmen der Befreiungskriege zur Niederlage Napoleons gegen Preußen, Russland, Österreich und Schweden.



Aussicht vom Völkerschlachtdenkmal - Wolkenbruch und Sonnenschein
Das Wetter war hier perfekt, um die Wolken und Sonnenstrahlen einzufangen. Als der graue Himmel verschwunden war und die Sonne an einigen Stellen wieder die Überhand genommen hat, konnte man vor dem Denkmal in der ruhigen Wasserspiegelung außerdem noch ein surreal wirkendes Wasser/Luft-Bild aufnehmen, die Spiegelung des blauen Himmels und die weiß strahlenden Wolken passen gut zu der leichten Andeutung der Wasserbewegungen am Bildrand.

Wasserspiegelung der Wolken vor dem Denkmal

Klar, dass man an einem Wochenende nicht beide Städte komplett erkunden kann, aber einen kleinen Einblick in die Geschichte der Städte, die Architektur und die Kultur habe ich auf jeden Fall bekommen. Zu guter Letzt ist mir auch die enorme Freundlichkeit und Höflichkeit der Einwohner beider Städte aufgefallen, die mir, wieder in Berlin angekommen, schon nach kurzer Zeit gefehlt hat. Da kann sich die "große Stadt" von Dresden und Leipzig mal eine ordentliche Scheibe von abschneiden.

Auch mit der eingepackten Ausrüstung war ich letztlich doch ausgesprochen zufrieden, für vielfältige Aufnahmesituationen geeignet und durch die robuste und kompakte Bauweise passt es in jede Fototasche. Die Canon EOS 5D Mark III und das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM
bieten in jedem Fall ein Traumpaar für qualitativ hochwertige Bilder.

Für Reisen, wenn man kein schweres Equipment mitnehmen möchte, und mit einem Zoomobjektiv arbeiten möchte, das von der Qualität her mit anderen Festbrennweiten locker mithalten kann, ist das Objektiv wirklich zu empfehlen. Zur Ergänzung kann man noch das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS USM II einpacken, um auch den Telebereich abzudecken, doch dann wird die Kameratasche natürlich um einiges schwerer.


Fazit: Die Canon EOS 5D Mark III und das Canon EF 24-70mm f/2.8L USM II bilden ein super Dreamteam für einen Städtetrip und passen in jede Fototasche.

erstellt von Isabelle Bommes
Alle Bilder ©Isabelle Bommes

Mittwoch, 15. April 2015

Erste Mal Fotostudio mit der Canon 5D MarkIII

                        Erste Erfahrung im Fotostudio

Einleitung

Dieser Blogeintrag soll sich ganz eindeutig an Anfänger richten und meine Erfahrung darstellen, die ich gemacht habe, als es hieß dass ich das erste Mal in einem Fotostudio Bilder machen sollte.
Die Chance billig ein Studio nutzen zu können kam recht kurzfristig. Sicher war nur, dass für eine Band neue Bilder gebraucht werden. Portraits, sowie Gruppenaufnahmen standen auf dem Plan. Ich hab mir vorher den Grundriss angeguckt, der zum Glück auf der Internetseite des Studios verzeichnet war. Somit wusste ich, dass alles über 50mm Brennweite (Vollformat-Sensor) schwer werden wird.

Meine Fotoausrüstung

Ich nahm die Canon 5D Mark III Kamera plus Canon 50mm f/1.2 L Objektiv mit. Im Nachhinein hätte ich noch gerne eines dabei gehabt, das noch etwas mehr in den Weitwinkel geht, aber das war leider etwas kurzfristig wie gesagt.

Wichtig, und gleichzeitig meine Angst, war die Zeit. Es sollten 4 Personen einzeln abgelichtet werden und zusätzlich Gruppenfotos entstehen und das ganze in 3 Stunden. Eigentlich ist in solchen Fällen Vorarbeit Pflicht. Auch sollte man sich vorher die Location unbedingt anschauen und sich mit der Technik vertraut machen. Letzteres war zum Glück weniger ein Problem. Vor Ort standen allerlei Blitze und Studioleuchten mit verschiedenen Wattzahlen. 200-400 Watt ist meist mehr als genügend im Innenraum und ich wusste, dass ich eine 2 Punktausleuchtung wollte. Zum Glück hatte ich in der Hinsicht viele Proben beim Filmedreh hinter mir, und im Internet gibt es dazu mehr als genug Tutorials.

Das Shooting im Studio

In der Zeit, als die erste Person fertig geschminkt und mit den richtigen Klamotten versehen wurde, nutzte ich die Gelegenheit und bat jemand anderen sich zur Probe vor dem Hintergrund zu stellen. Generell werdet ihr in einem Studio mehrere Farben als Hintergrund haben. Seid euch also vorher bewusst was ihr mit den Bildern anfangen wollt, ob ihr die Person vielleicht ausschneiden wollt und deswegen ein farblich zum Vordergrund entgegengesetzter Hintergrund besser ist.
Ich entschied mich für keinen monotonen Hintergrund, sondern einen mit Struktur. Das Problem war, dass dieser nicht wie im Normalfall auch 1-2 Meter am Boden entlangging, sondern nur bis an das untere Ende der Wand.
Somit waren halbtotale Einstellungen dahin, aber das war zum Glück generell nicht geplant.



Das Licht war schnell aufgestellt, ein 400 Watt-Leuchter kam von schräg rechts, ca. 30 Grad über der Augenhöhe der Person und einen 200 Watt-Blitz ließ ich über einen Abdunkler auf den Hintergrund fallen. Wenn das Licht erst mal steht sind es nur noch Kleinigkeiten, die von Person zu Person geändert werden müssen. Also wirklich nicht einfach drauf verlassen, dass das Licht bei jedem gleich aussieht. Gerade durch verschiedene Hauttöne kann das Ergebnis anders ausfallen. Wenn man in RAW fotografiert, kann man da im Nachhinein das meiste ausgleichen, aber trotzdem sollte man alles schon beim ,,Schießen,, bewerkstelligen, umso weniger muss man nachbearbeiten. Bei allem was reflektiert, muss man zusätzlich wahrscheinlich das Licht umstellen oder was natürlich günstiger ist, das Modell bitten sich anders zu positionieren.
Aber selbst wenn das Licht schon vorher steht, unterschätzt die Zeit nicht, obwohl alles denkbar gut lief, die 3 Stunden haben gerade so gepasst. Direkte Close Up's wollte ich auch noch anfertigen doch leider war es dafür dann doch zu knapp.

Fazit: Zum Abschluss kann man sagen dass, sofern man vorher weiß, was für Lichtsetzungen es für bestimmte Situationen gibt, man sich mit Brennweiten auskennt und generell weiß wie die Technik halbwegs funktioniert, man auf der sicheren Seite ist. Hier ein Vergleich zwischen dem Bild welches beim Shooting entstand und dem gleichen Bild nachbearbeitet.




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