Mittwoch, 25. November 2015

Grundlagen der Fotografie - Das Belichtungsdreieck


Raus aus dem Automatikmodus! 


Um aus dem Automatikmodus deiner Kamera zu kommen, musst du die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten deiner Kamera kennen und wissen, was passiert, wenn du einen Faktor, z.B. die Belichtungszeit, änderst.



Wie wirkt sich das auf das Bild aus? Ist es notwendig die Blende anzupassen? Was passiert dabei eigentlich? 



Zu den Grundlagen der Fotografie gehört das sogenannte Belichtungsdreieck. Es zeigt den Zusammenhang von Blende, ISO und Belichtungszeit. 



Heute wollen wir euch anhand einer Grafik zeigen, wie die einzelnen Faktoren der Blende, Belichtungszeit und ISO zusammenhängen und wie ihr dies für eure Bildgestaltung nutzen könnt. 




Fazit:

Wer sich nicht mehr nur im Automatikmodus seiner Kamera aufhalten will, sollte sich mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten vertraut machen und sich Zeit nehmen, einmal zu verstehen, wie sich diese Faktoren auf das Endergebnis des Bildes auswirken, um die einzelnen Faktoren für seine Bildgestaltung nutzen zu können. 





erstellt von Isabelle Bommes

Montag, 2. November 2015

7 Tipps für kreative Herbstfotos


Der Herbst ist im vollen Gange und die Bäume zeigen sich von ihrer bunten Seite - Zeit also, dieses Naturereignis mit kreativen Bildern festzuhalten.Wir haben hier ein paar Foto-Tipps zusammengestellt, um dein Auge zu schulen und mehr aus deinen Herbstbildern herauszuholen.

1. Hab deine Kamera immer dabei!

Dieser Tipp gilt natürlich nicht nur im Herbst. Wenn du wirklich an deinem Können arbeiten willst, solltest du immer eine Kamera dabei haben, um interessante Dinge, die du auf deinen Wegen findest, festhalten zu können.

Egal ob du auf dem Weg zur Arbeit bist oder deinen Freunden einen Besuch abstattest - nimm doch einfach deine Kamera mit, auf dem Weg ergeben sich meist tolle Foto-Motive, z.B. ein schöner Baum, der gerade tolle Farben hat. Wenn du nächste Woche wieder an derselben Stelle vorbei gehst, sind die Blätter vielleicht alle schon abgefallen und du ärgerst dich über die verpasste Chance.

Doch auch wenn du ohne Kamera unterwegs bist, kannst du dein Auge schulen, indem du auf Motivsuche mit deinen Augen gehst und dir überlegst, wie du das bestimmte Subjekt in Szene setzen kannst oder welche Komposition am besten passen würde. Auch das hilft ungemein, dein fotografisches Auge zu schulen.


2. Strukturen und Kontraste 

Der Herbst schafft jedes Jahr aufs Neue ganz eigene Kunstwerke und Kreationen. Achte doch einmal auf das fallende Laub, wie es Muster auf dem Boden bildet. Dabei kommt es vor allem darauf an, von welchen Bäumen die Blätter gefallen sind und welche Farb-Kontraste so entstehen.

Canon EOS 6D, EF 100mm f/2,8L IS Macro   f/2,8, 1/85, ISO 500 © Isabelle Bommes
Oder du nimmst ein einzelnes Blatt heraus, welches sich vom Hintergrund abhebt und so heraussticht. 

Canon EOS 6D, EF 100mm f/2,8L IS Macro   f/2,8, 1/100, ISO 250   © Isabelle Bommes


Auffällig bei diesen beiden Bildern auch, dass sie von oben herab fotografiert sind. Das verschafft einem den Eindruck, als wären es tatsächlich Leinwände eines Künstlers, der die Blätter so positioniert hat. Der ungewöhnliche Blickwinkel gepaart mit der Anordnung der Blättersammlung ergibt ein kreatives Herbstbild.


3. Achte auf Vorder- und Hintergrund! 


Auch bei kreativen Herbstfotos gilt: Ein Bild hat nicht nur ein Subjekt. Bezieh den Hintergrund mit ein, nutze die "Lagerung" verschiedener Ebenen, um mehr Dynamik in deine Bilder zu bringen.




Wenn du z.B. farblich passende Sträucher vor einer Hauswand siehst oder dein Subjekt in anderen Kontext setzen kannst, probier es aus und schau, was es für einen Unterschied macht, wenn du dich nicht nur auf eine gute Vordergrundebene konzentrierst.


4. Schatten und Nebel

Die Sonnenstunden im Herbst sind kürzer als im Sommer. Deshalb lohnt es sich, zu der Zeit nach Schatten Ausschau zu halten. Je nachdem wie das Licht steht, können so ganz abstrakte Muster entstehen, so wie hier auf einer Packstation. 

Canon EOS 6DEF 24-70mm f/2.8L USM II   f/5.6, 1/800, ISO 250   © Isabelle Bommes

Dabei geht es vor allem darum, Neues auszuprobieren, den Blick auf den jährlich wiederkommenden Herbst neu auszurichten und interessante Fotos zu erhalten. Alltägliche Gegenstände und Situationen zeigen sich im neuen Licht, dadurch dass die Tage kürzer sind, braucht man auch nicht so lange zu warten wie im Sommer, um seine Lieblingsschatten einfangen zu können. 


Vor allem mit den Herbstfarben ist der Nebel ein gern gesehenes und fotografiertes Phänomen, dass sich lohnt, festgehalten zu werden.

Canon EOS 7DEF 28-300mm f/3.5-5.6 L USM   300mm, f/5,6, 1/250, ISO 3200   © Isabelle Bommes


In der kälteren Jahreszeit entsteht der meiste Nebel, vor allem in der Nähe von Gewässern. Die Sonneneinstrahlung am Tag lässt das Wasser verdunsten, die Luft kühlt sich abends aber wieder so stark ab, dass das Wasser wieder kondensiert und Nebel entseht.




5. Geh ins Detail! 

Beim Spaziergang im Park findet man immer wieder Möglichkeiten, einzelne Elemente fotografisch zu isolieren und so herauszustellen. 

Canon EOS 5D Mark III, EF 70-200mm f/4L IS USM   |  200mm, f/5, 1/200, ISO 8000   © Isabelle Bommes

Vor allem die herbstlichen Farben sind jetzt gerade schön leuchtend, man kann mit offener Blende ein tolles Bokeh erreichen und den Blick des Betrachters auf spezielle Elemente lenken, wie beispielsweise ein Eichhörnchen am Baum.



Canon EOS 5D Mark III,  EF 24-70mm f/2.8L USM II   f/2.8, 1/250, ISO 100   © Isabelle Bommes





6. Serien erzählen mehr als Einzelfotos

Wenn du bisher noch nicht mit Fotoserien gearbeitet hast, nimm es dir doch einfach mal für den Herbst vor und such dir ein Thema aus was dich interessiert. Das kann alles mögliche sein, Inspiration findest du wahrscheinlich auch auf deinen Spaziergängen, wenn du die Kamera dabei hast. Ein Thema, was wir beispielhaft im Herbstlook für euch aufgegriffen hat, ist die Thematik "Spielplatz", so entsteht ein roter Faden in der Erzählung.



7. Nachtbilder kannst du jetzt schon früher aufnehmen 

Die Tage sind kürzer, die Nächte länger. Geh raus, nimm dein Stativ mit und dann kannst du schon direkt mit Nachtaufnahmen beginnen und brauchst nicht mehr so lange zu warten wie im Sommer.
Also die perfekte Zeit, um sich an die Nachtfotografie zu wagen oder vielleicht einmal Lightpainting auszuprobieren. 


Besonders wenn es verschiedene Lichtquellen gibt, die dein Motiv umgeben, ist es nicht ganz einfach, eine Einstellung zu finden, bei der die Lichter und Tiefen so dargestellt werden, wie du sie siehst, eine perfekte Übung, um mit den verschiedenen Einstellungen deiner Kamera vertraut zu werden. Probier einfach ein wenig aus, verändere die Belichtungszeit und nimm dir Zeit, zu verstehen, wie sich die Änderungen auf dein Bild auswirken.



Fazit: 


Der Herbst bietet die perfekte Gelegenheit, Neues auszuprobieren, sich kreativ auszutoben und verschiedene Foto-Projekte zu realisieren. Hast du noch weitere Tipps, wie man den Herbst für die Förderung der eigenen Kreativität nutzen kann? Was sind deine Lieblingsmethoden? Schreib' sie doch in die Kommentare und lass uns teilhaben.

Und hier kommt noch die Auflistung der genutzten Objektive und Kameras, die ihr auch bei zoomyrentals.de leihen könnt:

Kameras: 
Canon EOS 5D Mark III 
Canon EOS 6D 
Canon EOS 7D 

Objektive: 
Standardobjektive:
Canon EF 24-70mm f/2.8L USM II 
Canon EF 24-105 mm f/4L IS USM 

Tele-Zoomobjektive:
Canon EF 28-300mm f/3.5-5.6L USM 
Canon EF 70-200mm f/4L IS UMS 

Makro-Objektiv:
Canon EF 100mm f/2.8L IS Macro 


erstellt von Isabelle Bommes

Freitag, 11. September 2015

Moderne Portraitfotografie mit 35mm Brennweite

Moderne Portraitfotografie mit 35mm Brennweite

Wer sich mit der Portraitfotografie beschäftigt, kommt schnell zu der Frage: "Was ist die beste Brennweite für ein Portrait?". Wie einige jetzt vermuten werden, gibt es auf diese Frage keine passende Antwort. Es ist zwar weit verbreitet, dass die optimale Portraitbrennweite zwischen 50mm und 85mm liegen sollte, dies trifft jedoch eher auf klassische Portraits zu. Heutzutage hat sich die Fotografie stark entwickelt. Insbesondere durch neue Technologien in der Abbildungsqualität und auch durch den Einzug moderner Werbung sieht man immer häufiger weitwinklige Portraitfotos. Nicht zuletzt deswegen, weil man des Öfteren vom klassischen engen Portraitschnitt weggeht und einen größeren Bildausschnitt wählt.

5D III, EF 35mm f/1.4L USM, f/1.4, 1/800sek., ISO100 | ©www.patpix.de | Model: MJ

Ich, Patric Böttcher (People-Fotograf aus Berlin), möchte euch heute die moderne Portraitfotografie näherbringen und meine Erfahrungen dazu erzählen.

Einfach mal über den Tellerrand schauen


Warum immer so fotografieren, wie es in Lehrbüchern steht oder wie man es kennt? Diese Frage stellte ich mir, als ich etwas Neues ausprobieren wollte. Ich bin ein Fan von kurzen Brennweiten und arbeite gerne unter 50mm. Dabei ist es egal, ob ich meinem Schwerpunkt, der Peoplefotografie, nachgehe oder klassich weitwinklig Landschaften fotografiere. Getreu meinem Motto "Weniger ist mehr", wollte ich das einfach mal auf die Brennweite anwenden. Es kam, wie es kommen musste und ich nahm mir vor, die nächsten People-Portraits ausschließlich mit 35mm an Vollformat (Kleinbild) zu shooten.

D750, SIGMA 35mm F1.4 DG HSM Art, f/1.4, 3.200sek., ISO50 | ©www.patpix.de | Model: Thea Tralisch

Nun ist das Ganze nicht so einfach, wie man sich das denkt, da 35mm Objektive am Vollformat beim klassischen engen Portraitausschnitt doch etwas verzeichnen und das Model schnell verzerrt aussieht. Da kam es mir sehr gelegen, dass ich diesen Bildausschnitt nicht so richtig mag und eher "altbacken" für meine Art der modernen Fotografie finde und mich deshalb dem amerikanischen Portraitformat widmete. In der Filmtheorie der Einstellgrößen auch als "American Shot" (Sonderform des sog. "Medium Shot") bezeichnet, zeigt es die Person vom Kopf bis etwa zu den Knien. Ziel dahinter war es damals, dass bei den klassichen Westernfilmen auch die Colts der Cowboys mit im Bild zu sehen waren.

Durch diesen größeren Bildausschnitt entsteht nun der Effekt, dass mehr oder minder starke tonnenförmige Verzeichnungen auftreten, welche sich nicht großartig negativ auf das Model auswirken. Mit dieser Kombination, 35mm und American Shot, ging ich nun an meine geplanten Shootings.

Modern im Querformat fotografieren


Ich stellte schnell fest, dass ich sehr oft im Querformat fotografierte und man dadurch viel mehr an Szenerie und Umgebung aufs Bild bekam. Die Bilder wirken kaum wie klassische Portraits, sind im Grund aber dennoch normale Portraits.

D810, SIGMA 35mm F1.4 DG HSM Art, f/5.6, ISO200| ©www.patpix.de | Model: Michela Navarra

Um auch die Lichtstärke der Canon-, Nikon-, und Sigma-35mm-Festbrennweiten und die damit verbundene Schärfentiefe zu nutzen, auch im Weitwinkel, habe ich in den meisten Fällen mit einer Blende von f/2 fotografiert. Welche Objektive und Kameras genau zum Einsatz kamen, erfahrt ihr später noch. Selbst wenn alle Objektive auch bei Blende 1.4 schon scharf abbilden, ist der geringe Grad an Schärfentiefe nicht immer optimal für ein Portrait, weshalb ich auf Blende 2 oder 4 abgeblendet habe. Für mich war das eine neue und gute Erfahrung, da ich sonst sehr viel Studiofotografie betreibe, wo ich mit Blende 8 und kleiner fotografiere.

Fazit: 35mm Brennweite passt zu modernen Portraits


Für mich bleibt daher festzuhalten, dass ich mehr als zufrieden bin mit diesem "Blick über den Tellerrand". Die Ergebnisse haben mich positiv überrascht und die Kunden und Models sind sehr zufrieden. Ich kann daher jedem empfehlen, sich mal abseits der eigenen gewohnten Pfade zu bewegen und Neues zu erfahren.

6D, EF 35mm f/1.4L USM, f/4, 1/400sek., ISO100 | ©www.patpix.de | Models: David & Desty

Hier noch für die Technik-Freaks ein kleiner Überblick der benutzen Kameras und Objektive:


Die meisten Bilder sind Outdoor mit "Available Light" entstanden. Bei einigen Portraits wurde mit einem Aufsteckblitz (Yongnuo YN-560 Mark II) entfesselt (auf Stativ mit Lichtformer) oder mit einer Blitzschiene an der Kamera fotografiert.

5D III, EF 35mm f/1.4L USM, f/2, 1/6.400sek., ISO100 | ©www.patpix.de | Model: Martha

6D, EF 35mm f/1.4L USM, f/4, 1/200sek., ISO200 | ©www.patpix.de | Model: Das Fräulein Fuchs


erstellt von Patric Böttcher

Montag, 17. August 2015

3 Tipps für Fotos im Urlaub

Heute haben wir wieder 3 Tipps für euch, um bestens gerüstet in den Urlaub starten zu können und perfekte Fotos mit nach Hause zu bringen. Passt die Ausrüstung in die Tasche, reichen die Speicherkarten und ist der Sensor sauber? Auch die gesetzlichen Bestimmungen zum öffentlichen Fotografieren im jeweiligen Urlaubsland, sollten beachtet werden.


Vor dem Urlaub

  • Alle technischen Geräte auf ihre einwandfreie Funktion überprüfen
  • Formatierung aller Speicherkarten
  • Schauen ob der Sensor sauber ist, wenn nicht, lassen Sie ihn reinigen. Es gibt nichts Unschöneres, als hässliche Sensorflecken am Himmel des Traumstrandes.
Strom ist heute im digitalen Zeitalter mit das Wichtigste, überprüfen Sie daher die Kompatibilität der Ladegeräte und Netzstecker zum jeweiligen Urlaubsland.

1. Verwacklungsfreie Fotos dank Stativ

Ob Selbstportrait vor einem Monument oder eine tolle Langzeitbelichtung Ihres Urlaubsortes, ein Stativ dabei zu haben ist viel wert. Das Pack Maß sollte dabei so klein wie möglich sein, um auch auf einer Tagestour nicht zu viel Gewicht mit sich rumtragen zu müssen. Sehr beliebt und deshalb bei uns im Sortiment ist das "Manfrotto Beefree" Reisestativ. Es ist der perfekte Reisebegleiter, der durch seine hochwertige Verarbeitung und max. Belastbarkeit von 4kg auch schwerere Kamera-/Objektivkombination verträgt.

2. Auch mal durch die eigenen Augen schauen

Als Fotograf ist man im Urlaub oft reizüberflutet und will immer so viel wie möglich in einem Foto festhalten. Was man dann am Ende des Tages feststellt ist, dass man überall Sonnenbrand hat, nur im Gesicht nicht, denn die Kamera war davor.

Nehmen Sie sich Zeit, schauen Sie  mit ihren eigenen Augen und beobachten die Umwelt. Der geschulte Blick durch den Sucher ist faszinierend und hat seinen festen Platz beim Fotografieren, jedoch verliert man schnell den Blick für das Wesentliche. Was noch dazu kommen kann ist,  die Freunde die man dabei hat, können schnell genervt davon sein, dass man nur hinter der Kamera hängt.

3. Urlaubserinnerung liegen gern im Detail

Manchmal liegen die schönsten Dinge einer Reise im Detail und entscheiden darüber, wie großartig der Urlaub war. Fotografieren Sie deswegen nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten oder die normalen Touristen-Motive. Gehen Sie auf die Suche nach den Details, auf Entdeckungsreise nach den kleinen Dingen im Urlaub, an die man sich erst wieder erinnert, wenn man später die Fotos durchblättert. Egal ob es der Haustürschlüssel der Ferienwohnung ist, der Bierdeckel in der Lieblingsbar oder das abgegriffene Lenkrad des Mietwagens. Es sind genau diese Dinge, die meist in der riesigen Aufnahmegröße der Urlaubsbilder verschwinden, haben sie doch einen eigenen Platz in einem Foto verdient.

Im Ausland

In manchen Ländern gelten für das Fotografieren, z.B. von Gebäuden, gesonderte Regeln. Erkundigen Sie sich  vor Urlaubsantritt, wenn Sie Bilder von Gerichtsgebäuden, Polizei- oder Militärkasernen, Häfen oder Flughäfen machen wollen, ob dies erlaubt ist. Es kann sein, dass es bei Nichteinhaltung der Vorschriften, zu unerwünschte Folgen kommen kann.



erstellt von Patric Böttcher

Freitag, 14. August 2015

3 Tipps zum Fotografieren gegen die Sonne

Das Fotografieren mit natürlichem Tageslicht hat seinen Reiz und auch seine Tücken. Nicht immer gelingt es, bei starkem Sonnenschein, ein beeindruckendes Bild zu machen. Wir zeigen euch in den 3 Tipps, was man beim Fotografieren gegen die Sonne beachten sollte.

 

1. Lichtkanten


Mit Lichtkanten oder den sogenannten„Rim Lights“ kann man einen wirkungksvollen Kontrast um sein Motiv setzten. Somit grenzt man es noch intensiver vom Hintergrund ab. Ob man dabei mit einer sehr offener oder geschlossener Blende arbeitet, ist wie so oft Geschmacksache. Man kann dieses Stilmittel sowohl bei Wolken am Himmel, als auch beim fotografieren einer Person mit dem Rücken zur Sonne einsetzen. Wichtig ist, die Sonne sollte nicht direkt oder frontal in die Kamera scheinen, sondern sich leicht seitlich befinden. Somit kann man gekonnt Lensflares vermeiden. Wie man diese dennoch gekonnt einsetzen kann, zeigen wir in Tipp 3. Meistens ist es erforderlich, fotografiert man nicht im manuellen Modus, eine Belichtungskorrektur nach unten vorzunehmen. Somit wird das Bild etwas abgedunkelt und der Kontrast wird noch stärker hervorgehoben.


 

2. Silhouetten

Eines der beliebtesten Beispiele für Gegenlichtaufnahmen, ist die Silhouette. Sie ist eine geheimnisvolle Art der Fotografie, da sie Details verschwinden lässt und somit dem Betrachter mehr Raum für die eigene Fantasie lässt. Für ein Silhouetten-Motiv sollte das Hintergrundlicht viel heller sein als das Motiv selbst. Man muss also auf den Hintergrund die richtige Belichtung setzen und nicht auf das Motiv. Dabei sollte versucht werden, eine gewisse Unruhe rund um das Hauptmotiv zuvermeiden. Auch hilft es oft, wenn man das Foto bewusst etwas unterbelichtet. Insbesondere das Licht der Morgen-/ oder Abenddämmerung, eignet sich sehr gut für diesen fotografischen Effekt. Durch das wärmere Licht, bietet es eine einzigartige Bildstimmung.


 

3. Lens Flares

Die sogenannten Blendenflecken, wie die Lens Flares bezeichnet werden, kann man mögen oder auch nicht. Es sind unterschiedliche Reflektionen, die durch die Streuung des Lichts in Gegenlichtsituationen im Objektiv entstehen. Je nach Stand der Sonne und der eigenen Position zum Motiv, kann man sie stilvoll im Bild einsetzen. Bei einem natürlichn, leicht verspielten Portrait, können sie eine ganz eigene Bildstimmung erzeugen. Was man wissen muss ist, dass Objektive sehr unterschiedliche Lens Flares erzeugen. Je nach Bauart und optischer Güte der Objektive, können Flares sehr stark oder fast gar nicht auftreten. Man kann sagen, dass günstigere oder auch ältere Festbrennweiten, stärkere Lens Flares erzeugen als moderne und hochwertige Festbrennweiten und Zooms. Das hängt damit zusammen, dass die teureren Objektive höher vergütet sind, manchmal haben sie sogar Linsen die Flares unterdrücken.





erstellt von Patric Böttcher

Mittwoch, 22. April 2015

Für den Wochenend-Ausflug nach Dresden und Leipzig wurde das Equipment minimal gehalten, nur die Canon EOS 5D Mark III und ein Objektiv, das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM, kam mit.

Das hat zwei einfache Gründe: Es ist sehr platzsparend und da das Wetter auch nicht so sonnig werden sollte, wollte ich vermeiden, die Objektive womöglich im Nieselregen wechseln zu müssen. Denn mit Schnee, Hagel und Regen hat das Osterwochenende begonnen und sollte sich auch nicht wesentlich auflockern. 

Die Wetterbedingungen waren alles andere als sonnig
Einer der Vorteile des Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM ist, dass Front- und Hinterlinse zusätzlich mit einer Fluor-Beschichtung zum Schutz vor Staub und Schmutz versehen sind. Diese wasserabweisende Vergütung schützt die Frontlinse vor Wasserspritzern und Schmiereffekten.

Somit also der perfekte Begleiter für die Canon EOS 5D Mark III und einen Oster-Ausflug nach Sachsen. Dresden und Leipzig sind von der Größe her vergleichbar (beide zwischen 531.000 und 535.000 Einwohner) und liegen nur knapp 120 km auseinander, weshalb sich das verlängerte Osterwochenende perfekt für einen kleinen Ausflug in beide Städte anbot. Los ging es erst einmal von Berlin nach Dresden.

Erster Stopp: Altstadt-Erkundung in Dresden

Das wohl berühmteste Wahrzeichen von Dresden ist die Frauenkirche, deren Wiederaufbau 2005 fertig gestellt wurde, nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. 

Frauenkirche und angrenzende Häuser
Auch die Fassaden der umliegenden Häuser wurden aufwendig restauriert und neu gestaltet. Wenn man vor der Kirche steht, hat man manchmal das Gefühl, in einer "Spielzeugstadt" zu sein, weil alles rundherum neu, frisch gestrichen und sauber ist.

Schon bei den ersten Fotos, die man mit dem Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM macht, wird klar, warum es zu den professionellen Standard-Zoomobjektiven gehört: Die Abbildungsqualität ist einfach gestochen scharf und man hat eine konstant hohe maximale Lichtstärke von 1:2.8, die über den gesamten Zoombereich geht.

 
Aufwendig restaurierte Fassaden angrenzender Häuser vor der Frauenkirche

Bedeutende und beeindruckende Sehenswürdigkeiten gibt es an jeder Ecke

Unweit der Frauenkirche befindet sich der Fürstenzug, in der Augustusstraße, auf der Außenwand des Stallhofs des Residenzschlosses.  Das beeindruckende Kunstwerk ist komplett aus ca. 23.000 Fliesen Meißener Porzellan erstellt und stellt die Ahnengalerie von 35 Markgrafen, Herzögen, Kurfürsten und Königen des Fürstenhauses Wettin zwischen 1127 und 1904 dar. Der Fürstenzug ist ganze 102 Meter lang und gilt somit als größtes Porzellanbild der Welt.  Bei diesen vielen Details zeigt sich deutlich, dass die Schärfe des 24-70mm-Objektivs konstant von hoher Qualität über alle Bildbereiche geht: 

Detail vom Fürstenzug in Dresden, dem größten Porzellanbild der Welt. 
Nur ein paar Schritte weiter befindet sich die katholische Hofkirche.
Sie ist durch einen Übergang über die Chiaverigasse mit dem Residenzschloss verbunden.
Der Himmel bietet gerade an regnerischen Tagen einen tollen Kontrast zu helleren Gebäuden im Vordergrund, was man für seine Bildkompositionen sehr gezielt einsetzen kann. 
Katholische Hofkirche mit Übergang zum Residenzschloss und Blick auf den Hausmannsturm
Ein weiteres Highlight auf der Altstadt-Tour durch Dresden stellt natürlich der Zwinger dar. Der beeindruckende Gebäudekomplex mit Gartenanlage ist ein bedeutendes Bauwerk aus dem Barock. Geplant als Festareal für den Kurfürsten Friedrich August I. wurde ab 1709 der Garten, die Orangerie und die opulent verzierten Pavillons erbaut und mit Balustraden Figuren und Vasen verziert.
Humorvolle Kunstverzierung am Dresdener Zwinger
Fotodetails, besondere Formen und Lichtgebung verschiedener Objekte kommen auch gut in schwarz/weiß-Fotografien zur Geltung und können manchmal spannender sein als das Äquivalent in Farbe. Sie lenken den Blick auf das Wesentliche und geben der Komposition einen zeitlosen Touch, was sich bei diesem Motiv, einer Figur auf den Balkonen des Zwingers, sehr gut anwenden lässt.

Komplett anders, jung und kreativ: Die Neustadt von Dresden

Doch nicht nur die Altstadt in Dresden ist einen Besuch wert. In der Neustadt hat die jüngere Generation ganz klar das Ruder in der Hand. Wer nach alternativem Treiben sucht, ist hier definitiv gut aufgehoben. Straßenkunst findet man an (fast) jeder Ecke, gemütliche Kneipen und auch Kulturprogramm wie Theater und Konzerte finden hier regelmäßig statt.

Katy's Garage, Bar und Veranstaltungsort in der Dresdener Neustadt
Kunstliebhaber sollten auf jeden Fall einmal bei den Kunsthofpassagen vorbeischauen, dort gibt es schöne kleine Läden, die zum verweilen einladen, mit Kunst beladene Häuser und an jeder Ecke Kleinigkeiten zu entdecken. Am Karfreitag waren leider die kleinen Lädchen geschlossen, aber auch ein Schaufensterbummel und eine Tasse Tee waren den Besuch schon wert.

Fassadengestaltung in den Kunsthofpassagen

Ob Alt- oder Neustadt: Dresden bietet für jeden spannende Entdeckungsmöglichkeiten

Alt- und Neustadt könnten unterschiedlicher nicht sein. Wenn man sich auf der einen Elbseite befindet, hat man schon fast wieder vergessen, dass es auf der anderen Seite ganz konträr zugeht. In dieser Stadt ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei und für reichhaltiges Kulturangebot gesorgt. Die Neustadt ist ein komplett anderer Teil von Dresden, man hat fast das Gefühl sich in einer anderen Stadt zu befinden.

Weiter geht die Reise von Dresden nach Leipzig - aber nicht im Schneckentempo!

Und weiter geht's nach Leipzig!

Am Hauptbahnhof in Leipzig angekommen fällt direkt auf dem Weg in die Innenstadt eine riesige bunt bemalte Wand auf. Da diese einen Parkplatz direkt davor hat, ist es einfach, sie frontal zu fotografieren und die einzelnen Sprüche für mehr Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit einzufangen.

Riesige Wandbemalung unweit des HBF Leipzig

In Leipzig verschmelzen neue und alte Architektur in der Innenstadt 

Das sieht man z.B.  an der Universität Leipzig, die nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt liegt und mit ihrer Architektur gewollt an eine Kirche erinnert. Der Architekt Erick von Egeraat bezog sich bei seinen Entwürfen auf die Vorgängerbauten des 19. Jahrhunderts und interpretiert sie mit verschiedenen Materialien neu.

Vor allem auch bei Architekturaufnahmen zeigte sich, dass ich mit der Ausrüstung die richtige Wahl getroffen habe, aber auch für Innenaufnahmen ist es super geeignet dank der hohen Lichtstärke. Es ist die perfekte Ergänzung für jede EOS mit Vollformatsensor.

Die Leipziger Universität
Detailansicht der Universität Leipzig
Mitten in der Innenstadt, auf dem Marktplatz, herrschte am Ostersonntag buntes Treiben beim Mittelalter-Markt und auch der Osterhase war zu sehen. Allerdings nicht ganz so friedlich wie man es vielleicht vermuten würde. Mit Flinte bewaffnet macht er sich zum Gegenangriff bereit:

Der Osterhase nimmt Rache auf dem Mittelaltermarkt.
Die Naheinstellgrenze des Objektivs liegt bei 0,38 m und bei offener Blende ergibt sich ein schön weiches Bokeh.
Das Wetter war für einen Innenstadtbummel zwar nicht das gemütlichste, immer wieder fing es an zu regnen. Aber dafür hat der Himmel für tolle Architekturaufnahmen super mitgespielt, das Licht war schön gedämpft und gleichmäßig.

Hier zeigte sich auch, dass das neue optische System des 24-70mm f/2.8 USM II wirklich hält, was es verspricht: Es beinhaltet zwei Ultra-low Dispersion (UD)-Linsen und eine asphärische Super UD Linse. Das sorgt dafür, dass chromatische Aberrationen minimiert werden und gestochen scharfe, kontrastreiche Bilder mit hervorragender Farbwiedergabe entstehen. Vor allem farbenprächtige Gebäude, wie hier in der Innenstadt, machen dann besonders Spaß wenn der Regen kurz aufhört und ein Stückchen blauen Himmel freigibt:


Alte und neue Architektur findet man in der Leipziger Innenstadt!

Auch sonst hat Leipzig architektonisch viel zu bieten, die gesamte Innenstadt ist eine Mixtur aus alten Gebäuden mit modernen Zügen.

Ratskeller vor Neuem Rathaus

Moderne Architektur in einer beliebten Einkaufsgalerie in Leipzig

 Letzter Stop - Das Völkerschlachtdenkmal im Südosten von Leipzig

Bei den Fotos des letzten Ausflugsziels erkennt man vor allem den hohen Dynamikumfang, den die Ausrüstung bietet. Auch die Bedienung (Zoomring hatte einen angenehmen Widerstand, der Fokusring lies sich wunderbar weich und fließend einstellen) war so wie es für ein professionelles Gerät sein sollte. Auch der Ultraschallmotor ermöglicht die präzise, nahezu geräuschlose und unglaublich schnelle Scharfstellung.

Von der Innenstadt aus sind es einige Tram-Stationen bis zum beeindruckensden Wahrzeichen Leipzigs - dem Völkerschlachtdenkmal. Je näher man an dieses Gebäude herantritt, umso größer wirkt es.

 
Das Völkerschlachtdenkmal frontal betrachtet
 
Es liegt im Südosten von Leipzig, im Stadtteil Probstheida und wurde von dem Architekten Bruno Schmitz entworfen. Mit einer Höhe von 91 Metern ist es ein monströses Bauwerk, nach dem Aufstieg zum Panoramapunkt ergibt sich ein phänomenaler Blick auf Leipzig und Umgebung:

Panoramaaussicht über Leipzig vom Denkmal aus gesehen

Das Denkmal erinnert an die Völkerschlacht vor den Toren von Leipzig vom Oktober 1813. Die Schlacht galt bis zum Ersten Weltkrieg als die größte der Geschichte und führte im Rahmen der Befreiungskriege zur Niederlage Napoleons gegen Preußen, Russland, Österreich und Schweden.



Aussicht vom Völkerschlachtdenkmal - Wolkenbruch und Sonnenschein
Das Wetter war hier perfekt, um die Wolken und Sonnenstrahlen einzufangen. Als der graue Himmel verschwunden war und die Sonne an einigen Stellen wieder die Überhand genommen hat, konnte man vor dem Denkmal in der ruhigen Wasserspiegelung außerdem noch ein surreal wirkendes Wasser/Luft-Bild aufnehmen, die Spiegelung des blauen Himmels und die weiß strahlenden Wolken passen gut zu der leichten Andeutung der Wasserbewegungen am Bildrand.

Wasserspiegelung der Wolken vor dem Denkmal

Klar, dass man an einem Wochenende nicht beide Städte komplett erkunden kann, aber einen kleinen Einblick in die Geschichte der Städte, die Architektur und die Kultur habe ich auf jeden Fall bekommen. Zu guter Letzt ist mir auch die enorme Freundlichkeit und Höflichkeit der Einwohner beider Städte aufgefallen, die mir, wieder in Berlin angekommen, schon nach kurzer Zeit gefehlt hat. Da kann sich die "große Stadt" von Dresden und Leipzig mal eine ordentliche Scheibe von abschneiden.

Auch mit der eingepackten Ausrüstung war ich letztlich doch ausgesprochen zufrieden, für vielfältige Aufnahmesituationen geeignet und durch die robuste und kompakte Bauweise passt es in jede Fototasche. Die Canon EOS 5D Mark III und das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM
bieten in jedem Fall ein Traumpaar für qualitativ hochwertige Bilder.

Für Reisen, wenn man kein schweres Equipment mitnehmen möchte, und mit einem Zoomobjektiv arbeiten möchte, das von der Qualität her mit anderen Festbrennweiten locker mithalten kann, ist das Objektiv wirklich zu empfehlen. Zur Ergänzung kann man noch das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS USM II einpacken, um auch den Telebereich abzudecken, doch dann wird die Kameratasche natürlich um einiges schwerer.


Fazit: Die Canon EOS 5D Mark III und das Canon EF 24-70mm f/2.8L USM II bilden ein super Dreamteam für einen Städtetrip und passen in jede Fototasche.

erstellt von Isabelle Bommes
Alle Bilder ©Isabelle Bommes

Mittwoch, 15. April 2015

Erste Mal Fotostudio mit der Canon 5D MarkIII

                        Erste Erfahrung im Fotostudio

Einleitung

Dieser Blogeintrag soll sich ganz eindeutig an Anfänger richten und meine Erfahrung darstellen, die ich gemacht habe, als es hieß dass ich das erste Mal in einem Fotostudio Bilder machen sollte.
Die Chance billig ein Studio nutzen zu können kam recht kurzfristig. Sicher war nur, dass für eine Band neue Bilder gebraucht werden. Portraits, sowie Gruppenaufnahmen standen auf dem Plan. Ich hab mir vorher den Grundriss angeguckt, der zum Glück auf der Internetseite des Studios verzeichnet war. Somit wusste ich, dass alles über 50mm Brennweite (Vollformat-Sensor) schwer werden wird.

Meine Fotoausrüstung

Ich nahm die Canon 5D Mark III Kamera plus Canon 50mm f/1.2 L Objektiv mit. Im Nachhinein hätte ich noch gerne eines dabei gehabt, das noch etwas mehr in den Weitwinkel geht, aber das war leider etwas kurzfristig wie gesagt.

Wichtig, und gleichzeitig meine Angst, war die Zeit. Es sollten 4 Personen einzeln abgelichtet werden und zusätzlich Gruppenfotos entstehen und das ganze in 3 Stunden. Eigentlich ist in solchen Fällen Vorarbeit Pflicht. Auch sollte man sich vorher die Location unbedingt anschauen und sich mit der Technik vertraut machen. Letzteres war zum Glück weniger ein Problem. Vor Ort standen allerlei Blitze und Studioleuchten mit verschiedenen Wattzahlen. 200-400 Watt ist meist mehr als genügend im Innenraum und ich wusste, dass ich eine 2 Punktausleuchtung wollte. Zum Glück hatte ich in der Hinsicht viele Proben beim Filmedreh hinter mir, und im Internet gibt es dazu mehr als genug Tutorials.

Das Shooting im Studio

In der Zeit, als die erste Person fertig geschminkt und mit den richtigen Klamotten versehen wurde, nutzte ich die Gelegenheit und bat jemand anderen sich zur Probe vor dem Hintergrund zu stellen. Generell werdet ihr in einem Studio mehrere Farben als Hintergrund haben. Seid euch also vorher bewusst was ihr mit den Bildern anfangen wollt, ob ihr die Person vielleicht ausschneiden wollt und deswegen ein farblich zum Vordergrund entgegengesetzter Hintergrund besser ist.
Ich entschied mich für keinen monotonen Hintergrund, sondern einen mit Struktur. Das Problem war, dass dieser nicht wie im Normalfall auch 1-2 Meter am Boden entlangging, sondern nur bis an das untere Ende der Wand.
Somit waren halbtotale Einstellungen dahin, aber das war zum Glück generell nicht geplant.



Das Licht war schnell aufgestellt, ein 400 Watt-Leuchter kam von schräg rechts, ca. 30 Grad über der Augenhöhe der Person und einen 200 Watt-Blitz ließ ich über einen Abdunkler auf den Hintergrund fallen. Wenn das Licht erst mal steht sind es nur noch Kleinigkeiten, die von Person zu Person geändert werden müssen. Also wirklich nicht einfach drauf verlassen, dass das Licht bei jedem gleich aussieht. Gerade durch verschiedene Hauttöne kann das Ergebnis anders ausfallen. Wenn man in RAW fotografiert, kann man da im Nachhinein das meiste ausgleichen, aber trotzdem sollte man alles schon beim ,,Schießen,, bewerkstelligen, umso weniger muss man nachbearbeiten. Bei allem was reflektiert, muss man zusätzlich wahrscheinlich das Licht umstellen oder was natürlich günstiger ist, das Modell bitten sich anders zu positionieren.
Aber selbst wenn das Licht schon vorher steht, unterschätzt die Zeit nicht, obwohl alles denkbar gut lief, die 3 Stunden haben gerade so gepasst. Direkte Close Up's wollte ich auch noch anfertigen doch leider war es dafür dann doch zu knapp.

Fazit: Zum Abschluss kann man sagen dass, sofern man vorher weiß, was für Lichtsetzungen es für bestimmte Situationen gibt, man sich mit Brennweiten auskennt und generell weiß wie die Technik halbwegs funktioniert, man auf der sicheren Seite ist. Hier ein Vergleich zwischen dem Bild welches beim Shooting entstand und dem gleichen Bild nachbearbeitet.




Mittwoch, 18. März 2015

Sonnenfinsternis fotografieren - aber richtig!

 
Am Freitag, den 20. März kann man in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Zwischen 9:21 und 9:38 ist es so weit - der Mond tritt vor die Sonne und das Spektakel kann man bis ca. 12 Uhr beobachten, wobei die maximale Abdeckung von ca. 70-80% der Sonne durch den Mond zwischen 10:34 und 10:47 zu erkennen ist. 
Wir haben für euch ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, damit ihr dieses Ereignis auf Bild festhalten könnt und nicht bis zur nächsten Sonnenfinsternis warten müsst.

Der richtige Schutz 

Das Wichtigste zuerst: Man sollte weder mit den Augen noch mit der Kamera direkt in die Sonne gucken, da das menschliche Auge sowie der Kamerasensor durch die intensive und ungefilterte Sonnenstrahlung bei Langzeitbelichtungen beschädigt werden können.

Beim Liveview-Modus der Kamera ist zwar das Auge geschützt, allerdings nicht der Sensor der Kamera. Auch dann wenn man „nur“ in den Liveview-Bildschirm der Kamera schaut arbeitet der Kamerasensor und kann durch das gebündelte Sonnenlicht des Teleobjektives zerstört werden. Deshalb solltet ihr unbedingt einen Neutraldichtefilter (ND-Filter) für eure Objektive benutzen, damit eure Ausrüstung nicht beschädigt wird. 

Variabler ND-Filter



Der richtige Ort

Um den richtigen Platz zu finden, von dem aus ihr die Sonnenfinsternis ablichten könnt, sucht ihr euch am besten einen Tag vorher zur gleichen Zeit einen Platz aus, von dem aus ihr die Sonne gut im Blick habt und sie nicht nach ein paar Minuten hinter ein paar Bäumen oder einer Häuserwand verschwindet.
Die Sonne sollte idealerweise nicht in 5 Minuten hinter der nächsten Häuserwand verschwinden.

Die richtige Ausrüstung

Um die Sonnenfinsternis gut einfangen zu können, benötigt ihr ein Tele- oder im besten Fall  Supertele-Objektiv (z.B. das Nikon 80-400mm f/4.5-5.6  oder Canon 100-400mm f/4.5-5.6). Weitwinkel-Objektive würden die Sonnenfinsternis nur als kleinen Punkt am Himmel erkennen lassen, mehr nicht. Ab einer Brennweite von ca. 300mm solltet ihr die Sonnenfinsternis gut einfangen können. Außerdem ist für solche Aufnahmen ein stabiles Stativ Pflicht. Auch ein Fernauslöser für wackelfreie Bilder ist hier natürlich zu empfehlen.

Tele- oder Supertele-Objektive mit hoher Brennweite

Die richtigen Einstellungen

Die Lichtempfindlichkeit (ISO) sollte möglichst gering gehalten werden, ideal ist eine ISO von 100-200. Bei der Belichtungszeit solltet ihr euch ein paar Minuten Zeit nehmen und ausprobieren, was für euch richtig ist. Da sich die Belichtungszeiten je nach Positionierung der Kamera, Wetterbedingungen etc. richten, solltet ihr ein wenig ausprobieren, mit welcher Belichtungszeit ihr arbeiten wollt. 
Bei kurzen Belichtungszeiten von ca. 1/125 bis 1/2.0000 Sek. kann man die Protuberanzen erkennen, bei langen Belichtungszeiten kann man die Korona festhalten. Die Einstellungen sollte man immer wieder im Live-View kontrollieren und abstimmen, da sich die Lichtsituationen kontinuierlich ändern. 
Die Blende sollte zwischen f/8 und f/11 liegen, da sollte man auch am besten vorher ein paar Bilder machen um das auszuprobieren. 

Fokus auf unendlich ausrichten


Der richtige Fokus

Beim Fotografieren solltet ihr auf jeden Fall auf den Autofokus verzichten! Schaltet bei eurer Kamera auf manuelle Fokusierung und stellt den Fokus manuell auf unendlich, damit ihr sicher sein könnt, dass der Fokus richtig eingestellt ist.
Da sich dieses Naturspektakel über mehrere Stunden hinzieht, solltet ihr auch genügend Speicherkarten und Ersatzakkus eingepackt haben. 

auch Telekonverter/Extender können super zum Einsatz kommen

Fazit 

Wenn man ein paar Sachen im Voraus bedenkt, sich eine geeignete Stelle aussucht um das Naturspektakel abzulichten, die eigene Ausrüstung und Augen mit ND-Filter und Live-View schützt und ein Stativ sowie Teleobjektiv eingepackt hat, steht der Sonnenfinsternis-Fotografie nichts mehr im Wege.  

Wer noch schnell Ausrüstung benötigt, kann diese gerne bei uns leihen, z.B.: 
Canon Tele-Objektive
Canon Supertele-Objektive
Nikon Tele-Objektive
Nikon Supertele-Objektiv

Extender/Telekonverter für Canon-Objektive
Extender/Telekonverter für Nikon-Objektive

Stative/Speicherkarten/ND-Filter und sonstiges Zubehör
 

erstellt von Isabelle Bommes
Alle Bilder © Isabelle Bommes

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