Donnerstag, 9. Oktober 2014

Die Menge von Postkartenfotos mit Sehenswürdigkeiten ist schier unendlich. Auch wenn es noch so verlockend ist, die Kamera zu nehmen und direkt drauf los zu knipsen, gibt es hier ein paar schnelle Tipps die dir dabei helfen, deine Bilder von der Masse abzusetzen. 

Nutze den Vordergrund zu deinem Vorteil 
Wenn auf einer Aussichtsplattform das Landschaftspanorama einen ununterbrochenen Blick ermöglicht, bringt das spektakuläre fotografische Möglichkeiten, diese majestätische Landschaft einzufangen. Aber damit dein Bild sich von den anderen unterscheidet, die den gleichen Blickwinkel wie du teilen, brauchst du nur ein wenig deinen Fokus zu verändern. Probiere doch einmal, etwas in den Vordergrund der Szene zu stellen, um die gesamte Szene interessanter zu gestalten und das Gesamtbild zu personalisieren. Man kann auch mit verschiedenen Fokusebenen arbeiten, um eine Geschichte von Raum und Zeit in einem einzelnen Bild einzufangen. 


Naples, IT ©Kym Cortigiano

Finde Symmetrien und Muster
Ein Bildaufbau, das eine Szenerie abstrahiert ist eine clevere Möglichkeit häufig fotografierte Sehenswürdigkeiten abzulichten. Muster und Symmetrien können dem Bild mehr Energie geben, das Foto klarer strukturieren oder auch einfach den Betrachter durch gezielte Blickführung lenken. 
Louvre Museum   ©Rachel Terzakis

Bring deine persönlichen Erfahrungen mit ein
Wenn du berühmte Orte besuchst, sei es Naturwunder, nationale Wahrzeichen oder vielleicht kleine Städtetrips, ist es wichtig, dass in deinen Fotos dein persönliches und einzigartiges Erlebnis dieser Orte zum Tragen kommt. Versuche, verschiedene Aspekte und persönliche Erfahrungen mit einzubringen, um den Moment und die Zeit festzuhalten. Versuche durch deine Fotos zu zeigen, wie du dich gefühlt hast, um anderen, die nicht dabei gewesen sind, das gleiche Gefühl zu vermitteln und sie für deine Bilder zu begeistern und zu inspirieren. 
Es ist wichtig dass man sich an die einzigartige und persönliche Erfahrung erinnert.

Finde einen einzigartigen Blickwinkel 
Es gibt einige Dinge, die unbestreitbar schön sind, und obwohl sie so oft fotografiert worden sind kann man einfach nicht widerstehen, dieses Motiv selbst abzulichten. Wenn du es schaffst einen besonderen Blickwinkel zu finden, der nicht so oft fotografiert wurde, oder Einzigartigkeit schaffst durch eine spezielle Ausrüstung die nicht zum Standard-Repertoire gehört (die du dir bei zoomyrentals einfach ausleihen kannst), erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass du ein besonderes Bild von etwas machst, das schon unzählige Male vorher fotografiert worden ist. 
Überrasche deine Freunde, Familie und Bekannte indem du die vorgefertigten Pfade verlässt und einen Anblick dieser Sehenswürdigkeit enthüllst, die auf diese Weise noch nicht ins Licht gerückt wurde. 

Golden Gate Bridge  ©Miko Saldana

Werde selbst die Sehenswürdigkeit 
Oft, wenn wir von Angesicht zu Angesicht mit einem berühmten Ort oder Sehenswürdigkeit stehen, fühlen wir uns verpflichtet ein Foto aus nächster Nähe aufzunehmen - obwohl es das gleiche Bild ist, was wir schon unzählige Male zuvor gesehen haben. Es ist als wäre dieses Bild zu schießen eine Bestätigung zu haben, die sagt "Ich war hier". Nachdem du das Bild gemacht hast (und ehrlich gesagt - es ist unmöglich es nicht zu tun), versuche einmal aus der Perspektive der Sehenswürdigkeit selbst ein Foto zu machen. Wenn du zurückschaust kannst du ein dynamisches, zum Nachdenken anregendes Bild erschaffen, bei dem die Menschenmasse, die diesen berühmten Ort besucht, selbst zum Subjekt wird. 
Diese out-of-the-box Perspektive kann gleichzeitig auch für dich als Erinnerungsstütze hilfreich sein und dir in Erinnerung rufen, dass auch du Teil dieser vorübergehenden Ansammlung von Touristen warst und dieses Gefühl vermitteln.  

Eiffel Tower  ©Lisa Czech

Reflexionen und Spiegelungen 
Reflexionen und Spiegelungen können eine interessante Methode darstellen, einen Schauplatz in einer Art und Weise zu zeigen, die normalerweise nicht in Betracht gezogen wird. Falls sich die Möglichkeit ergibt und sinnvoll durchdacht ist, verschiedene Blickwinkel ausprobiert wurden und du einen Winkel gefunden hast, bei dem die Reflexion am besten herauskommt, hast du die Möglichkeit, mehrere Szenen in einem Bild einzufangen. Versuche am besten mit einer geringen Schärfentiefe zu einer Zeit wenn die Sonne nicht mehr ganz hoch am Himmel steht zu fotografieren, um einen scharfen Fokus und korrekte Belichtung hinzubekommen. 
Yosemite National Park  ©Michael Irwin

Es gibt so viele Fotografen, die tolle Fotos von Sehenswürdigkeiten mit ihrer ganz eigenen Note schießen. Wenn dies etwas ist, was dich interessiert und fasziniert oder wenn du eine Reise machst, von der du über Jahre noch eine schöne und persönliche Erinnerung haben möchtest, probiere verschiedene Dinge aus, die für deine Bedürfnisse passen könnten. Betrachte deine Umgebung und entscheide für dich persönlich, welche Aspekte du in deinem Bild einbeziehen und auch ausklammern möchtest, um eine möglichst persönliche Ansicht deines Blickwinkels auszudrücken und durch das Foto zu repräsentieren. 

 Bitte teile deine Methode anderen mit und inspiriert euch gegenseitig, wenn ihr außergewöhnliche Bilder von gewöhnlichen Orten macht
Arbeite mit Linien und Mustern, die in der natürlichen Umgebung vorhanden sind, um die Blicke der Betrachter zu führen. Versuch, persönliche Elemente in dein Bild zu integrieren, die dir wichtig sind. Es kann sinnvoll sein, eine Thematik zu wählen, die nicht zwangsläufig die Sehenswürdigkeit an sich zeigt, sondern eine Beziehung zu ihr. Zuletzt kann man noch auf Reflexionen und Spiegelungen achten, um ein komplexeres Bildmotiv zu gestalten, dass die detaillierte Geschichte deiner Umgebung vermittelt. 
Original-Quelle auf unserem Partnerblog: Borrowlenses Blogartikel
Übersetzung: Isabelle Bommes

Seiten

Powered by Blogger.