Dienstag, 23. September 2014

Wie man als Fotograf inspiriert bleibt

Fotograf zu sein bedeutet viel mehr als sich nur mit Beleuchtung zu beschäftigen, immer auf dem Laufenden zu sein was Equipment und Technik angeht, oder sich mit den passenden Nachbearbeitungen vertraut zu machen. All das sind wunderbare kleine Teile eines großen Puzzles, aber ein Fotograf zu sein, ist so viel mehr. Wir alle müssen mehrere Hürden überwinden, bevor wir uns ruhigen Gewissens als "Fotografen" bezeichnen.
Hier sind einige Ratschläge zusammengefasst, wie wir diese Probleme aus dem Weg räumen können.



©Kymberly Cortigiano


Nicht aufgeben!

Klingt einleuchtend, oder? Es ist wirklich einfach, das Handtuch zu werfen, wenn wir frustriert sind. Wenn man nicht in der Lage ist, das umzusetzen, was man sich zuvor vorgestellt hat, geben viele das Fotografieren auf, weil ihre Arbeiten nicht so gut sind wie ihre Ambitionen oder Vorstellungen. 
©Kymberly Cortigiano

“Deine Arbeiten wollen gut sein, aber sie sind es nicht. Es ist nämlich dein Geschmack, das dich eigentlich ins Spiel gebracht hat, es ist immer noch der Killer. Und dein Geschmack ist auch der Grund wieso deine Arbeit dich enttäuscht. Arbeite viel. Nur durch eine Vielzahl von Arbeiten kannst du die Lücke zwischen dem was dir gefällt und was du selbst produzierst schließen und deine Arbeiten werden deinen Ambitionen gerecht werden. Es wird eine Weile dauern und das ist normal, du musst dir einfach den Weg freikämpfen.”

©Kymberly Cortigiano

Sei anderweitig interessiert

Je besser und erfolgreicher deine Fotos werden, umso mehr Leute wollen mit dir zusammenarbeiten. Das ist toll, oder? Es wird sich aber mehr und mehr nach richtiger Arbeit anfühlen. Die Arbeit einer kreativen Person ist gleichzeitig auch oft deren Therapie. Wenn du auch andere Hobbies neben der Fotografie hast, kannst du deine harte Arbeit als Fotograf kompensieren, indem du z.B. lernst Brot zu backen, Origami zu falten oder auch Gedichte zu schreiben. Jede kreative Aufgabe führt so auch gleichzeitig zu mehr Inspiration für deine wahre Liebe, der Fotografie.

©Kymberly Cortigiano

Halte deine Ausrüstung auf dem neuesten Stand der Technik

(aber mach dich nicht verrückt und lauf jedem neuen Trend nach)
Um in einem Beruf voranzukommen ist es wichtig, dass man Equipment benutzt, dass dir klare, geschliffene Bilder ermöglicht, so wie du sie dir vorstelltst. Es ist allgemein bekannt, dass Fotografie-Ausrüstung sehr teuer sein kann, deshalb kann man sich diese auch bei Zoomyrentals ausleihen. Die Kosten, um in der Fotografiebranche Fuß zu fassen, sind für viele sehr abschreckend. Lass dich aber nicht von den Kosten abhalten, deine Träume zu verwirklichen. Finde heraus, welche Ausrüstung am besten für dich geeignet ist und deine Bedürfnisse befriedigt, anstatt in Equipment zu investieren, was für andere am besten ist.

©Kymberly Cortigiano

Ein paar von meinen erfolgreichsten Freunden haben einen Nischenmarkt in der Fotografie für sich entdeckt und haben nur ein - vielleicht zwei - teure Objektive. Das mag nicht für alle Bereiche gelten - einige Spezialgebiete mögen mehr Ausrüstung erfordern - aber der Punkt ist, dass es wohl besser ist seine Ausrüstung einfach und qualitativ hochwertig zu halten und bescheiden anzufangen. Mach dir Gedanken darüber, wofür du dein Geld ausgeben möchtest und kaufe nur das, was du auch konsequent benutzen wirst.

©Kymberly Cortigiano

Finde einen Mentor

Immer wieder höre ich den Rat, man solle sich einen Mentor suchen. Mentoren sind jedoch äußerst dünn gesät. Sie müssen bereit sein, ihre Branchenkenntnisse und Erfahrungen mit dir zu teilen, Zeit haben dich zu fördern und eine Beziehung zu pflegen und zusätzlich noch eine Person sein, zu der man aufblicken kann und der man nacheifern (aber nicht kopieren) kann. 
Mentoren können in den unscheinbarsten Menschen gefunden werden, von denen einige auch gar nichts mit Fotografie zu tun haben müssen, sondern beispielsweise einfach viel Lebenserfahrung oder eine besondere Sicht auf das Leben haben, es können "Um-die-Ecke-Denker" sein oder Menschen mit hervorragenden Netzwerk-Fähigkeiten. Menschen, die als Mentoren fungieren, können spontan gefunden werden und für ein Wochenende halten oder gezielt gesucht und gefunden werden und dich ein Leben lang begleiten. Das Wichtigste ist, Augen und Ohren offen für den nächsten Obi-Wan zu halten, der bereit ist, etwas von seiner Weisheit zu teilen. Und denk  daran, diese Weisheiten weiterzugeben, wenn deine Zeit dafür gekommen ist.

©Kymberly Cortigiano

Lerne ein Leben lang!

Ich habe den Fehler gemacht, zu viel Zeit und Kraft in endlose Shootings und Nachberarbeitungen zu stecken, die letztendlich ohne zufriedenstellendes Ergebnis waren.
Aber dadurch, dass man viel fotografiert, habe ich schließlich das gefunden was mir am meisten liegt und dies half mir meinen eigenen Stil zu definieren. Doch eines Tages musste ich feststellen, dass ich aufgehört hatte zu lernen. Meine Ergebnisse haben sich nicht mehr weiterzuentwickelt und kamen mir irgendwie schal vor. Was ich daraus wiederum lernte war, dass ich aufhören musste mit dem, was ich tat, und den Kurs ändern.

©Kymberly Cortigiano

Mein Tipp: Fordere dich immer wieder selbst heraus, indem du genau das Gegenteil von dem fotografierst, was gerade dein Lieblingsmotiv oder deine Lieblings-Herangehensweise ist. Das wirst du wahrscheinlich nicht ewig machen und wieder zurückkehren zu deinen bevorzugten Motiven, aber ich garantiere dir, dass das frischen Wind in deine Arbeiten bringen wird.
Studiere die Großen, wie Irving Penn, aber schau dir auch die Newcommer an und lass dich inspirierenn von dem, was sie tun. Das Rad wurde schon erfunden, lern davon und trage dazu bei, es in Bewegung zu halten, indem du dich selbst antreibst.

©Kymberly Cortigiano

Such dir ein Mantra

Sich auf neue Fotoprojekte einzulassen erfordert ein gewisses Grad an Selbstvertrauen, ob es für ein Vorhaben ist, bei dem du dich aus deinem Wohlfühlbereich herausbegibst oder dich an ein Kundenprojekt in einem Gebiet heranwagst, bei dem du noch nicht so viele Erfahrungen sammeln konntest.
Du kannst das Endergebnis beeinflussen, es ist reine Willensfrage. Wenn mich Unsicherheiten überkommen, sage ich mir immer wieder selbst: "Ich habs drauf!" Es klingt so einfach, aber es hilft mir immer wieder, die Probleme anzugehen und zu lösen. Entwickle dein eigenes Mantra.

©Kymberly Cortigiano

Fotografieren bedeutet nicht, einfach die Kameraeinstellungen auf "Automatik” zu setzen. Deine Ergebnisse müssen durch viele Versuche ausgebessert und geschliffen werden, um herauszufinden was für dich am besten funktioniert. Außerdem musst du von äußeren kreativen Einflüssen genährt werden. Es liegt in deiner Verantwortung, dir darüber klar zu werden, was für Bedürfnisse du als Fotograf hast. Dann kannst du festlegen, welche Ausrüstung du dir auf jeden Fall anschaffen musst, aber vergiss nicht, dich hin und wieder selbst mit einer kleinen Anschaffung zu belohnen.

©Kymberly Cortigiano

Finde Leute, deren Arbeiten du magst und schick ihnen eine E-Mail oder auch eine handgeschriebene Notiz - du weißt nie, wer von ihnen dir antworten wird und dir auch ein paar Zeilen schickt oder eventuell dein neuer bester (Foto-)Freund wird. Vielleicht könnt ihr euch ja weiter über Fotografie austauschen oder zusammen auf die nächste Foto-Tour gehen.

Falls sich deine Fotografie irgendwann einmal wie ein automatischer Prozess anfühlen sollte, ändere etwas! Mache außergewöhnliche Erfahrungen, die dir helfen, deine Arbeiten voranzutreiben. Und last but not least: Sei dein größter Cheerleader! 

Original-Quelle auf unserem Partnerblog: Borrowlenses Blogartikel

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